Schwingstab (Flexi-Bar)

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Schwingstab (FLEXI-BAR®, Swing Stick, Schwungstab)

Das einfachste Trainingsgerät zum Erzeugen von Vibrationen und zum propriozeptiven Training ist der Schwingstab, auch Flexi-Bar genannt. Er ist klein und handlich, nimmt kaum Platz weg und kann für das tägliche Training zuhause empfohlen werden. 

Allerdings sollte man sich vor dem Kauf von seinem Physiotherapeuten beraten lassen, nicht jeder Stab, der im Handel angeboten wird, ist sicher und gut. Auch lohnt es sich, das Training mit dem Flexibar zunächst unter Anleitung eines Physiotherapeuten zu erlernen und evtl. Gegenanzeigen (z.B. Zustand nach frischer Wirbelkörper-Fraktur) auszuschließen.

Der Schwingstab wird durch schnelles und kurzes Rütteln in der Mitte in Schwingung versetzt. Rückenstrecker, Nackenmuskeln, Schulter- und Rumpfbereich werden aktiviert. Auch Koordination, Konzentration und Gleichgewicht werden verbessert. Wenn man beim Stabtraining auch die Beinmuskulatur beüben möchte, sollte man beim Training langsam in die Kniebeuge gehen, den Stab dabei weiter vor der Brust halten. Kniebeugen werden neudeutsch auch Squats genannt.

Beispiel zur Übung von Kniebeugen: https://youtu.be/u-G8nn6crRA

Fazit: Der Schwingstab dient dem propriozeptiven Training. Durch die erzeugten Vibrationen werden vor allem tiefe Muskeln trainiert. Es kommt zu einer Verbesserung von Gleichgewicht, Koordination und Kraft. Er ist universell einsatzbar (auch zuhause). Geeignet für Parkinson-Patienten in den Stadien I – III nach Hoehn und Yahr (IV unter Vorbehalt). Kontraindikationen sind zu berachten (Beispiel: Gelenkentzündungen).

Autorin:

Dr. Ilona Csoti
Ärztliche Direktorin
Gertrudisklinik Biskirchen

https://gesundheitskompass-mittelhessen.de/475-physiotherapie-fur-parkinson-patienten-teil-ii/

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