Fernöstliche Methoden

Der folgende Beitrag stammt von der Website „www.parkinson-web.de“, eine Kooperation der Gertrudis-Klinik Biskirchen und der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

Qigong

Gemeinsam ist allen Qigong-Richtungen, dass sie Atmung mit Körperhaltung und Bewusstsein verknüpfen. Diese Techniken können insbesondere bei der Körpererfahrung und der Entspannung helfen. Nach der Lehrmeinung hat derjenige, der Qigong täglich durchführt, eine gute Chance, gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Bei regelmäßigem Üben wird der Übende auch eine Aufhellung der Stimmung bemerken und mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag gewinnen. Die Methode wird von einigen Parkinson-Patienten als Begleittherapie praktiziert. Eine Wirkung auf die spezifischen Symptome ist nicht bewiesen.

Tai Chi (Chuan)

Tai Chi verbindet auf harmonische Weise Körper, Geist und Seele. Es reguliert die Atmung, stärkt Herz, Kreislauf und Nervensystem und führt rasch zu einer heiteren, gelassenen Stimmung, mehr Wohlbefinden, Entspannung und Konzentration. Tai Chi ist ein Weg zu mehr Klarheit und Stille und ein Ausgleich zu Alltagsstress und Leistungsdruck. Die innere Lebenskraft wird entscheidend gestärkt, verfügbar gemacht und durch den gesamten Körper geleitet. Wie Qigong wird auch Tai Chi von einigen Parkinson-Patienten als Zusatztherapie verwendet, ohne exakt nachgewiesene Wirkung auf die Grundsymptome.

Keep Moving ist ein Taiji-therapeutischer Ansatz, der sich den gesundheitlichen Nutzen der Bewegungskunst Taiji (TaiChi) besonders zu nutzen macht. Mehr Infos unter www.taiji-therapie.de

Reiki

Reiki ist eine fernöstliche Heilmethode, bei der durch sanftes Auflegen der Hände Energie übertragen wird. Das japanische Wort „rei“ bedeutet die universale Energie, „ki“ die persönliche Lebensenergie. „Rei-ki“ bezeichnet also das Zusammenfließen der universalen Energie mit der persönlichen Lebenskraft. Nach Aussage der Reiki-Therapeuten übertragen sie im Reiki nicht die eigene Lebensenergie auf den Behandelten, sondern Energie aus dem Universum. Damit jemand als Reiki-Therapeut arbeiten kann, muss er von Reiki-Meistern in die entsprechenden Grundlagen eingeweiht werden. In der vierstufigen Einweihung lernen die neuen Reiki-Therapeuten die zur Heilung notwendigen Symbole kennen. Gleichzeitig werden ihnen bei der Einweihung die sieben „Hauptchakren“ geöffnet. Chakren sind der indischen Heilkunde entnommene Vorstellungen von Energiefeldern, die auf der Körpervorderseite zwischen Damm und Scheitel verteilt sind. Bei geöffneten Chakren sollen die universale Energie und die Lebensenergie frei fließen können. Die ursprünglichen Indikationen von Reiki sind chronische Schmerzen, Verdauungsbeschwerden, Muskelverspannungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität und Angstzustände. Neuerdings wird Reiki auch bei Parkinson-Patienten eingesetzt. Die Wirkung auf die Parkinson-Symptome ist nicht bewiesen.

Akupunktur

Diese altchinesische Behandlungsmethode wird z.B. erfolgreich in der Schmerzbehandlung eingesetzt. Frühere Studien konnten keine Wirksamkeit auf die Parkinson-Symptome nachweisen. Gegen Schmerzen und Speichelfluss oder Schwitzen wird die Methode auch bei Parkinson-Patienten eingesetzt.


Stand August 2012 | Dr. Ferenc Fornadi, Gertrudis-Klinik Biskirchen

https://web.archive.org/web/20170616102234/http://www.parkinson-web.de/content/behandlung/alternative_behandlungsformen/index_ger.html

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