Niz­za – Eine welt­wei­te Online-Umfra­ge zur Iden­ti­fi­zie­rung gene­tisch beding­ter Par­kin­son-Pati­en­ten (Par­kin­son Disea­se, PD) zeigt, dass laut einer Stu­die, die heu­te auf dem Inter­na­tio­na­len Kon­gress für Par­kin­son Disea­se and Move­ment Dis­or­ders® ver­öf­fent­licht wur­de, eine glo­ba­le Zusam­men­ar­beit und neue umfas­sen­de Ansät­ze für die Par­kin­son-Krank­heit ins­ge­samt erfor­der­lich sind. 

Die sys­te­ma­ti­sche Online-Umfra­ge, die von Mit­glie­dern der Glo­bal Gene­tic Par­kin­son Stu­dy Group der Micha­el J. Fox Foun­da­ti­on ent­wi­ckelt wur­de, sam­mel­te demo­gra­fi­sche, kli­ni­sche und gene­ti­sche Daten von PD-Pati­en­ten mit spe­zi­fi­schen gene­ti­schen Muta­tio­nen. Unter Ver­wen­dung von Autoren aus Arti­keln, die in der MDS­Ge­ne-Daten­bank sowie im GEoPD-Kon­sor­ti­um ver­tre­ten sind, wur­den 336 For­scher welt­weit für die Teil­nah­me an der Umfra­ge iden­ti­fi­ziert, von denen 162 (48%) geant­wor­tet haben. Ins­ge­samt mel­de­ten 103 inter­na­tio­na­le Stand­or­te in 43 Län­dern 8.453 PD-Pati­en­ten mit mehr als 9 eth­ni­schen Grup­pen mit den gene­ti­schen Muta­tio­nen. Dies ist von beson­de­rer Bedeu­tung, da in der Umfra­ge eine drei­mal höhe­re Anzahl von Pati­en­ten mit gene­tisch beding­ter Par­kin­son-Krank­heit ermit­telt wur­de als in der Lite­ra­tur ange­ge­ben. Dies zeigt, dass der Zugang zu Pati­en­ten und Daten neue Ansät­ze und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel erfor­dert. 

Tho­mas Gas­ser, Direk­tor der Abtei­lung für Neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­on am Her­tie-Insti­tut für kli­ni­sche Hirn­for­schung in Tübin­gen, erklärt: „Die­se Initia­ti­ve ist von hoher Rele­vanz, da immer deut­li­cher wird, dass selbst rela­tiv häu­fi­ge Krank­hei­ten wie die Par­kin­son-Krank­heit sehr ätio­lo­gisch hete­ro­ge­ne Syn­dro­me sind. Fort­schrit­te bei der Früh­erken­nung und Behand­lung der Ursa­chen hän­gen von der Iden­ti­fi­zie­rung einer aus­rei­chen­den Anzahl klar defi­nier­ter Unter­grup­pen ab. Dies wird nur durch Koope­ra­tio­nen in sehr gro­ßem, vor­zugs­wei­se welt­wei­tem Umfang mög­lich sein.“ 

Gas­ser fügt hin­zu: „Natür­lich ist die­se Umfra­ge nur ein ers­ter klei­ner Schritt. Damit die inter­na­tio­na­le Team­wis­sen­schaft erfolg­reich wird, müs­sen vie­le Pro­ble­me hin­sicht­lich der Stan­dar­di­sie­rung der Pati­en­ten­er­mitt­lung, des Daten­schut­zes und des Daten­schut­zes sowie des Zugriffs und der Nut­zung von Daten gelöst wer­den. Die Umfra­ge sen­si­bi­li­siert jedoch für die­se Pro­ble­me und zeigt deut­lich, dass die PD-For­schungs­ge­mein­schaft bereit ist, die­se wich­ti­gen Pro­ble­me anzu­ge­hen.“ 

Über den Internationalen Kongress für Parkinson-Krankheit und Bewegungsstörungen®

Die Teil­neh­mer tref­fen sich, um sich über die neu­es­ten For­schungs­er­geb­nis­se und Behand­lungs­op­tio­nen für Bewe­gungs­stö­run­gen, ein­schließ­lich der Par­kin­son-Krank­heit, zu infor­mie­ren. Über 5.100 Ärz­te und medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal aus mehr als 95 Län­dern wer­den anwe­send sein, um 2.200 wis­sen­schaft­li­che Abs­trac­ts anzu­se­hen, die von Ärz­ten aus der gan­zen Welt ein­ge­reicht wur­den.

Über die International Parkinson and Movement Disorder Society: 

Die Inter­na­tio­nal Par­kin­son and Move­ment Dis­or­der Socie­ty (MDS), eine inter­na­tio­na­le Gesell­schaft von mehr als 8.500 Kli­ni­kern, Wis­sen­schaft­lern und ande­ren medi­zi­ni­schen Fach­kräf­ten, wid­met sich der Ver­bes­se­rung der Pati­en­ten­ver­sor­gung durch Auf­klä­rung und For­schung. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu MDS fin­den Sie unter www.movementdisorders.org

Medi­en­kon­takt: Eliza­beth Clau­sen, +1 414–276-2145, eclausen@movementdisorders.org 

Quel­le: https://www.movementdisorders.org/MDS/News/Newsroom/News-Releases/News-Release-Worldwide-Online-Survey-Aims-to-Identify-a-New-Comprehensive-Approach-to-Global.htm

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