Physio-, Ergo- und Logopädie

Der folgende Beitrag stammt von der Website „www.parkinson-web.de“, eine Kooperation der Gertrudis-Klinik Biskirchen und der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

Nichtmedikamentöse Therapien gewinnen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Es ist anerkannt, dass nicht medikamentöse Therapien wie Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie und adjuvant-physikalische Maßnahmen frühzeitig beginnen müssen, damit die Patienten optimal von diesen Therapien profitieren und der Krankheitsverlauf damit positiv beeinflusst wird. Speziell für Parkinson entwickelte Sprachtherapien üben mit dem Patienten ganz gezielt ein moduliertes und lautes Sprechen. Studien haben gezeigt, dass diese Verbesserung zum Teil über mehrere Monate, sogar Jahre anhalten kann. Auch wurden spezielle Bewegungs-Trainingsformen mit sehr großamplitudigen Bewegungen für Parkinson-Patienten entwickelt. Auch hier gibt es mittlerweile gute Studien die zeigen, dass derart intensive Übungen die Beweglichkeit bei Parkinson-Patienten signifikant verbessern und diese Verbesserungen auch mehrere Monate anhält. Weiterhin gibt es Studien darüber, dass intensive sportliche Aktivität zum Beispiel durch Tanz oder Tai Chi nicht nur die Ausdauer sondern auch die Beweglichkeit und Koordination bei Parkinson spürbar verbessern. Nicht medikamentöse Therapien haben daher Eingang in die Leitlinien-Empfehlungen vieler Fachgesellschaften gefunden.